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Entwicklung von communities

Dieses Thema im Forum "Sozialwissenschaft & Gesellschaft" wurde erstellt von Tabea Dibou, 8. Juni 2009.

Status des Themas:
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  1. Tabea Dibou

    Tabea Dibou Superstar

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    Wer verbietet uns, über die Entwicklung von Communities im allgemeinen zu filosofieren und dabei gute Gedanken für diese unsere hier abzuleiten???

    Ist ein schwieriges Thema, aber keiner sollte sich scheuen, seine Gedanken darzustellen. Es gibt hier kein Wolfsrudel, nur Leute, die auch nicht wissen wie es richtig geht...
     
  2. Aber was sind denn Pflichten?

    Die wenigsten können den ganzen Tag aktiv im Forum sein (nicht zu verwechseln mit angemeldet, dass heißt nur das der Browser dauerläuft).

    Ich selbst habe Pflichten wahrgenommen. Ich habe versucht, vermittelnd slinfo und die Schlunzen inworld zusammenzubringen. Ich habe an den Beta-Tests des neuen Forums teilgenommen und stundenlang mit den Anderen über dies und jenes Feature diskutiert.

    Aber sind das denn die einzigen Tätigkeiten, die man als Pflicht definieren kann?

    Selbstverständlich ist auch das Verfassen von Tutorials und das prompte Beantworten von Fragen Teil dieser Pflichten. Aber ist nicht auch das reine Posten, und sei es auch in Off-Topic-Freds, eine Pflicht? Dies könnte man nämlich als Pflicht betrachten, das Forum aktuell und lebendig zu halten. Wie immer gewichtet man diese Pflichten auch gegeneinander stellen will, auch Meckern und in Frage stellen ist eine Pflicht imho.

    Natürlich ist es immer Bestandteil der Pflicht, konstruktiv zu sein. Aber wie oft im Leben erkennen wir erst im Nachhinein, dass der vermeintlich destruktive Beitrag uns in Wiklichkeit voran gebracht hat. Und umgekehrt!

    Niemand hat die Patentlösung für unser spezielles Forenproblem. Aber wir müssen daran arbeiten, und auch das ist Pflicht und auch das kann und muss manchmal unbequem sein und dem Einen oder Anderen wehtun.

    Aber wenn sich selbst die positiv Gestimmten zu denen ich mich immer noch zähle, manchmal nicht wissen wieweit sie mit ihren Bemerkungen gehen dürfen bevor auch sie als Trolle und Flamer aussortiert werden, fängt es an weh zu tun. Und ich bin nicht masochistisch veranlagt.
     
  3. Ezian Ecksol

    Ezian Ecksol Guest

    Ich habe Swapps so verstanden (kann falsch sein): "Friss, stirb - oder mach's selbst". Auweia, das klingt wieder so zynisch, sorry, aber soll es gar nicht. Das "Mach's selbst" könnte eine Chance sein. Nur glaube ich, dass in Wirklichkeit niemand sich die Verwaltung so eines Forums aufhalsen will. Ich jedenfalls - Gott bewahre - nicht.

    Die vierte Möglichkeit wäre halt, wie gesagt, dass das Diskutieren des Nörgelns willen etwas aufhört, damit die Mods wieder mehr Spaß haben, und dann mit der Zeit wieder etwas weicher gestimmt sind.

    Die fünfte Möglichkeit ist die vierte, nur umgekehrt - das Staff fängt erst an, wieder etwas Leine zu geben, und dann werden die Nörgler wieder ruhiger.

    Ich glaube, hier dreht es sich darum, dass jede Seite erwartet, die andere macht den ersten Schritt. Kommen wir so weiter? *zweifelt irgendwie leicht vor sich hin* Vielleicht müssten irgendwie beide Seiten gleichzeitig ...

    Ich schmeiß mal ein Sixpack positives Denken auf den Markt, nehme mir die erste Flasche.
     
  4. Tabea Dibou

    Tabea Dibou Superstar

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    Wie schon öfter gesagt, diese Streitereien resultieren, neben einer Vielzahl anderer Gründe(!), m.E. auch aus fehlenden neuen Herausforderungen. Haut mich bitte blau, wenn es nicht stimmt.

    Ist es normal und demzufolge einfach zu akzeptieren, dass sich eine Community, die sich um ein doch relativ sinnenentleertes (soll abgeleitet sein von "die Sinne") und demzufolge begrenztes Medium wie SL rankt (viele haben bereits gesagt, dass SL langweilig ist, ich inbegriffen), irgendwann selbst erledigt und demzufolge aus Langeweile in Selbstzerfleischung übergeht?

    Oder ist es möglich und sinnvoll, durch Erweiterung des einst gesetzten Forenthemas eine Weiterentwicklung hervorzurufen?
     
  5. administrator

    administrator Administrator (Lurch Swindlehurst) Mitarbeiter

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    Wer wirklich viel Zeit hat und etwas über Gruppendynamik in Foren lernen will sollte man die 17 Seiten im Kritik-Forum lesen.

    Interessant ist dabei, dass sich viele Diskussionen immer wieder wiederholen. Es werden immer wieder die gleichen Argumente und Gegenargumente genannt.

    Die Frage ist ... sind die Leser die alle diese Thread kennen und gelesen haben nun weiser, erfahrener oder schlauer? Haben alle Beteiligten daraus etwas gelernt und etwas davon "mitgenommen"?

    Darf man davon ausgehen, dass wenn einmal ein Thema gemeinschaftlich diskutiert wurde ... dieses kein zweites Mal so durchdiskutiert werden muss oder wird? Gibt eine eindeutige Wahrheit?

    Die Themen wiederholen sich trotzdem immer wieder. Nur weil sie im Forum bereits stehen bedeutet das nicht, dass jedes Mitglied die Threads liest und kennt. Selbst wenn man sie öffnet liest man sie nicht komplett durch, sondern nur einen Teil davon. Immer nur alte Threads Lesen ist auch langweiliger als in aktuellen mitzudiskutieren.

    Der Hinweis in einer heissen Diskussion auf einen anderen 10-seitigen Thread a la: "Das wurde bereits einmal hier diskutiert (Link)" ... wird wohl nur von den wenigsten auch komplett verfolgt und durchgelesen bevor man sich "mit dem neu erworbenen Wissen und Erfahrungen" in die Diskussion wieder mit einklinkt.

    So muss wie in einer Zeitschleife ... alles wieder und wieder durchgekaut werden ... ob Diskussionen zu Fake-Avataren, Gor-Rollenspiel-Regeln oder ... warum die Forenregeln so sind wie sie sind.

    Bei Letzterem wird die Forenleitung unfreiwillig in Diskussionen eingespannt. Das ist aber gar nicht ihre Aufgabe. Dennoch erwartet die Community das eine solche Diskussion wie jede andere behandelt werden soll. Moderatoren werden dabei in die Rolle eines Diskussionsteilnehmers gezwungen... ob sie das möchten oder nicht ... sie geraten aufgrund des öffentlichen Drucks in Zugzwang.

    Moderatoren können dabei entweder still zusehen wie sich alles hochschaukelt oder sie haben sich gefälligst Zeit zu nehmen auf jede Frage und jeden Vorwurf zu antworten. Hinzu kommt das in der die Situation "Alle gegen einen" im öffentlichen Bereich meist gar keine objektive Diskussion mehr möglich ist. Weshalb das Ticketsystem dafür eine sehr gute Lösung darstellt. Die Diskussion läuft dann ausserhalb der Öffentlichkeit, ohne Zeitdruck und in einem Dialog ab.

    Ich finde das Ticketsystem ist dafür perfekt ... man muss dann nur auch konsequent darauf achten das es auch dafür benutzt wird und niemand das versucht zu umgehen. Diese Lösung ist ohne die erforderliche Konsequenz sinnlos ... und deshalb gab es dazu von mir auch keine andere Antwort als "Friss oder Stirb".
     
  6. Ezian Ecksol

    Ezian Ecksol Guest

    Ich finde Tabeas und admins Beiträge über meinem sehr gut analysiert, wenn auch aus anderem Blickwinkel, und hätte sie gerne positiv bewertet, nur sind mir die positiv Bewertungen für heute ausgegangen.

    Viel mehr gibt es aus meiner Sicht dazu nicht zu sagen (trotzdem interessiert mich weiterhin die Sichtwerise anderer), ich finde, ihr habt hier alle im Thread die Situation sehr gut beleuchtet und gute Arbeit geleistet. Damit ziehe ich mich von der Meta-Ebene zurück, denn Tabea hat Recht, es müssten neue Inhalte her, sonst dreht es sich nur noch um dieses Thema, und Swapps hat Recht, ewig grüßt das Murmeltier.
     
  7. Tabea Dibou

    Tabea Dibou Superstar

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    Danke Ezian. Aber du bleibst hier, ja? ;)
     
  8. Ezian Ecksol

    Ezian Ecksol Guest

    Ja, denk schon (mal sehen, was noch so passiert ;) ). Ich merke nur, es ist wahr, was du sagst ... SL finde ich nur noch selten interessant, gute Script-Threads sind sehr rar, und was bleibt, ist, was Swapps erwähnt hat. Dieses unheilvolle Interesse an dieser "Meta-Ebene", genau diese Threads, wo es einfach darum geht, zu diskutieren, damit man was zum Diskutieren hat. Das ist ein Zeitvernichter. Essen ist fertig, tschüss.
     
  9. Sumy Sands

    Sumy Sands Superstar

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    Siehst Du Swapps, über das perfekte Ticketsystem darf sich kein User hier äußern. Mods und Admins haben alle Tickets im Blick und daher ist es erlaubt, der einzelne User nur seine eigenen (bis auf die 2 öffentlichen). Er würde automatisch, wenn er nur das perfekte Ticketsystem anspricht, seine eigenen Tickets thematisieren.
     
  10. Judith Hoorenbeek

    Judith Hoorenbeek Aktiver Nutzer

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    Das "einst gesetzte Forenthema" hat sich doch längst weiterentwickelt, Tabs. Wenn ich mir unter "Was ist neu" die letzten 50 Threads mit neuen Posts ansehe, haben so ungefähr ein gutes Drittel davon eigentlich überhaupt nichts mit SL zu tun. Manche sind einfach Nonsense-Threads, andere diskutieren alles mögliche, von Handy-Gebühren bis zur Europawahl. Und das ist auch gut.

    Die "Streitereien" sind doch das eigentlich Problem hier. Ja, auch ich fühle mich hier inzwischen eingeengt, es ist mir eigentlich viel zu strukturiert, zu reglementiert, zu moderiert. Bis auf die Kommunikation mit wenigen (und leider immer weniger werdenden) Menschen, die mich hier hält, macht es keinen rechten Spaß mehr. Das Forum ist lange nicht mehr meine "emotionale Heimat" im SL-Universum.

    ABER das "Problem" liegt gar nicht so sehr bei den vielgescholtenen Mods oder Admins, sondern bei uns - bei denjenigen von uns, die so ein Forum viel zu ernst nehmen und jedes falsch zu verstehenden Wort gleich auf die berühmte Goldwaage legen und auf die Palme gehen. Ich kann überhaupt nicht nachvollziehen, wie sich jemand von einem Post in einem Internetforum persönlich beleidigt fühlen kann, erst Recht dann nicht, wenn die beiden streitenden Parteien voneinander nicht mehr kennen als den Avatarnamen. Wenn mir hier in einem Thread jemand sagen würde "Du bist doch nur eine blöde Blondine", würde ich lächeln und maximal den Schreiber zukünftig ignorieren. Der Forenbetreiber hier würde aber unweigerlich den Schreiber ermahnen/verwarnen/sperren, denn ich KÖNNTE mich ja beleidigt fühlen, klagen und auf dem Umweg über die Forenhaftung dem Betreiber Unannehmlichkeiten machen. Gut, ICH würde das nie machen, aber scheinbar gibt es genügend Leute, die den anonymen Informations- und Meinungsaustausch in einem Forum einem Auge-zu-Auge-Gespräch im RL gleichsetzen, jedenfalls dann, wenn sie sich auf den Fuß getreten fühlen.

    Bei diesen Usern liegt das Problem des Forums - jedes großen Forums. Gäbe es die nicht, würde sich nur eine überschaubare "ingroup" austauschen (wie es hier ja auch schon öfter als falscher Vorwurf zu lesen war) bräuchten auch keine Regeln angewandt werden, und man würde sich hier nicht eingeengt und in gewisser Weise bevormundet fühlen.

    Diese User gibt es aber dummerweise, deshalb habe ich wenig Hoffnung, daß sich an der Gesamtsituation im Forum etwas ändern kann. An Swapps "Nimm es wie es ist oder such dir ein anderes Forum" ist schon etwas dran, nicht nur weil er als "Chef" die Regeln und die Intensität der Anwendung bestimmen kann, sondern auch, weil zumindest ein Teil der User diese Regeln und ihre Anwendung notwendig macht.

    Es gibt eine dritte (oder vierte, neben "mach es selbst") Alternative, die ich gewählt habe: halt dich raus. Poste nicht in Threads, die nach Streit riechen, halt dich an die Spaßecke und steck da den Kopf nur ganz vorsichtig und selten mal raus. Damit kann man hier "überleben". Sinnvoll im Sinne einer Community einerseits und des persönlichen Einbringens andererseits ist das sicher nicht. Aber ich sehe z.Z. keinen anderen Weg für mich.
     
  11. Tabea Dibou

    Tabea Dibou Superstar

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    danke Judith, gutes Posting... *nachdenk*
    ich will nicht auf die Streitereien eingehen, du hast gut erklärt wie die entstehen können... Es ist bloß so wahnsinnig schade, dass sich dadurch unweigerlich ein Prozess in Gang setzt, in dessen Verlauf die ursprüngliche Kreativität und Lockerheit flöten geht, das was die Lebendigkeit eines Forums ausmacht... Und ich überleg immer noch, ob und wie man so etwas entgegen wirken kann...

    Vielleicht ist es auch eine ganz normale Dynamik großer Communities, dass sich irgendwann Teile abspalten und an anderer Stelle wachsen, dass Zweige absterben, wie es jetzt gerad passiert.
    Ich stell mir das grad wie so wuselige Bakterienkulturen vor
    *guckt biologisch-filosofisch* ;-)
     
  12. Danziel Lane

    Danziel Lane Superstar

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    Warum wird sie eingespannt?
    Diesen Zwang sehe ich nicht.
    Eigentlich stört es nur, wenn sich die Forenleitung daran beteiligt.

    Als Admin in meinen Foren lehne ich mich zurück und schaue einfach zu, wie sich die Meinung der Mitglieder, meiner Kunden, entwickelt, wie sie kreativ werden, wie sich ungestört ihre Wünsche äußern ... und wie sie meistens zu dem Schluss kommen, dass die Regeln doch sinnvoll sind.

    In dem Augenblick, wo ich oder meine Moderatoren eingereife(n), störe ich das Bild, bekomme ich keine Meinungsäußerung, sondern eine streitige Diskussion.

    Genau.

    Moderation bedeutet auf Deusch Mäßigung. Indem ich als Moderator (oder Admin) in Regeldiskussionen oder Diskussionen um Editierungen eingreife, mäßige ich nicht, sondern eskaliere (unfreiwillig) durch meine (andere) Meinung.

    Wie man trotzdem als Forenleitung über die Regeln diskutieren kann?
    Nun, ich denke, wenn die User - meine Freunde - gemerkt haben, dass ich ihnen eine Dienstleistung biete und das Vertrauen, dass sie mir entgegenbringen, wirklich verdient habe, dann kann ich selbst mal die eine oder andere Diskussion anregen.

    Aber dazu gehört Vertrauen. Ein wenig bringen die Benutzer - meine Community - mit, durch ihren Entscheid, sich anzumelden. Aber weitaus mehr von dem nötigen Vertrauen muss ich mir verdienen. Jegliches Vertrauen muss verdient werden.

    Niemand kann für die Communty sprechen.
    Jeder in der Community erwartet was anderes.
    Die anderen, die machen Community aus.
    Wären wir alle gleich, könnten die meisten gehen, sie wären überflüssig.
    Es bräuchte in der Community dann nur noch einen, der die Allgemeinmeinung der Community ist.
    Viele andere Menschen und Meinungen, zusammen was Neues, das ist Community.

    Ich habe meinen Moderatoren immer gesagt: wenn ihr das so seht, dann seit ihr keine Moderatoren - Mäßiger - sondern Anstachler.

    Niemand zwingt einen Moderator, sich an einer Diskussion über seine Maßnahmen zu beteiligen. Wenn er stark genug ist, wenn er Charisma hat, wenn er sich seiner Sache sicher ist, wenn er mit Kritik umgehen kann, wenn er mäßigen will, statt anstacheln, dann macht ihm so eine Diskussion gar nichts aus. Und dann hält er sich in der Diskussion um eigene Maßnahmen extrem zurück.

    Das Dumme ist: wer sich verteidigt, gibt zumindest einen kleinen Teil seiner Mitverantwortung zu.

    Meine Erfahrung aus vielen Jahren Administration ist: gute, starke Moderatoren können zwei Dinge: Fehler offen zugeben und sich ruhig raushalten aus Diskussionen um eigene Entscheidungen.

    Klingt unvernünftig, ist aber unbedingt nötig bei wirklich großen Foren.

    Es gibt nicht nur das entweder - oder.
    Es schaukelt sich nicht immer alles hoch, sehr oft eskaliert das erst durch das Eingreifen des Moderators. Talkshow - "Moderatoren" wissen das sehr genau und können das extrem gut: Emotionen eskalieren lassen durch klitzekleine Eingriffe, kaum wahrnehmbar.
    Nur, die Moderatoren in Talkshows sollen nicht moderieren - mäßigen - sondern anstacheln. Und genau darum mischen sie sich immer wieder ein ... bis die Streithähne ganz von alleine weitermachen.

    Darum ist mein Vorschlag immer: der betroffene Mod hält sich raus, und ein Kollege - wenn es denn nötig ist - mischt sich moderat ein. Dann ist es erst mal alle gegen zwei. Und der andere Mod hat wegen der etwas größeren Ferne zum Thema eine etwas neutralere Sicht.

    Ich weiß, ich rede von einer anderen Art zu moderieren, als die meisten für Foren richtig halten, aber ab einer gewissen Größe und Teilnehmerzahl muss man nervenschonendere Mod-Methoden nutzen ... oder warten, bis das Forum durch die verärgerte Abwanderung sich schrumpft auf die Größe, die mit emotionaler Mod-Beteiligung machbar ist.

    Finde ich nicht unbedingt. Ticket-System passt nur, wenn es um einen einzelnen User geht. Meistens sind - das ist das Wesen einer Community - mehrere beteiligt.
    Daher vertauscht das Ticketsystem zunächst mal nur die Fronten von "Alle gegen Einen", denn nun ist es der eine User, der sich mehreren Mods und Admins zu stellen hat. Und niemand weiß, was ihn in der Ticket-Bearbeitung erwartet. Das macht unsicher.

    Gefühlt sind immer mehrere beteiligt oder könnten zur Klärung beitragen, sonst wären wir keine Community. Darum ist das Ticket - System mit Ausschluss der anderen Beteiligten nicht unbedingt der letzte und weiseste Schluss. Es ist ein Ansatz, die Sache zu entspannen und zeitlich zu dehnen - Ruhe reinzubringen - kann aber genau das Gegenteil bewirken. Der Ansatz ist gut, muss aber noch ausgefeilt werden.

    Das Dumme ist, dass das Ticket-System die Communty ausschließt.
    Das ist nicht unbedingt gesund für die Community.

    Unser Rechtssystem verlangt auch, dass Gerichtsverhandlungen in der Regel öffentlich sind. Es nutzt allen Beteiligten in einer Gerichtsverhandlung zu wissen, dass jederzeit jemand reinkommen kann, und zuhören darf. Etwas ähnliches müsste auch hier im Ticket-System möglich werden, damit die Community ihm mit Vertrauen begegnen kann.

    Dann werden viele leider das Sterben vorziehen.
    Community erfordert Zusammenleben mit Kompromissen.
    Und das sollte auch von der Leitung der Community vorgelebt werden.
    Ansonsten wäre es falsch von Community - Gemeinschaft - zu reden.

    So eine Friss-oder-Stirb - Mentalität führt leider dazu, dass man dann gerne stirbt ... nach Alternativen sucht. Nun, und Alternativen könnten sein, dass verärgerte Gestorbene ihr eigenes Forum aufmachen - kostet ja heute kaum noch was. Beispiel: Viele mögen den Aleco nicht. Nun hat er sein eigenes Forum.
    Ich vermute, auch hier ist er rausgeflogen. "Friss oder Stirb" führt aber nur dazu, dass man einem Foreneigner, den man ablehnt, weitere Kundschaft schickt.

    Außer "Friss oder Stirb" - außer Nullsummenspielen - gibt es auch noch viele andere Möglichkeiten.
     
  13. Kottos Sperber

    Kottos Sperber Freund/in des Forums

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    Kann ich bestätigen. Hab ich schon zweimal selber erlebt: ein Teil der Gemeinschaft war nicht mehr eins mit dem Umgang untereinander und den Regeln des Stammforums.
    Man eröffnete ein Subforum irgendwo im Web, versicherte sich gegenseitig: jetzt wird alles anders. Die Toleranz, die auf einmal geübt wird und die man sich gegenseitig versichert, hatte man auch mal im alten Forum aufbringen können. Und auch das gehört dann dazu: Die erste Uneinigkeit, nur eine Frage der Zeit, war dann doch der Ausschlag, alles wieder aufzugeben.

    Also alles ganz normal und schon erlebt.

    Ach ja, noch dies:
    Dem kann abgeholfen werden. Ich hätte schon in paar Themen, die ich endlich mal posten und mit kundigen Leuten diskutieren möchte. :D
     
  14. Sepp Ochs

    Sepp Ochs Freund/in des Forums

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    Einen meiner Daumen gab ich Swapps. Das ist relativ selten, deshalb erwähne ich das. Ich finde es nämlich ziemlich gut, dass er sich da so lang und breit (und erneut!) erklärt. Der Daumen bedeutet keinesfalls 100% Zustimmung, aber das Gute daran ist ja eben auch, dass es Interpretationsspielraum gibt. So mag sich jeder denken was er eben mag.

    Für mich, ganz egoistisch betrachtet, muss ich wiederholen: hab viel gelernt hier. Die "Lebensschuld", die Swapps gegenüber seinen Mods empfindet, empfinde ich gegenüber ihm.

    Ich bin (leider?) abgebrüht genug, an dieser Stelle zu sagen: Netter Versuch, Guybrush.

    Joa, diese Gesellschaft in der wir leben ist die Bezeichnung "Gesellschaft" nicht wert. Bei uns im TV machen private KV damit mobil, dass der Arzt nicht anzuckt wenn du auf Kassenkarte kommst. Mich kotz das an! (obwohl schon lange Privat-Patient) Und das tat es schon weit vor SL und Slinfo. Slinfo und SL als Grundlage war für mich so eine Art neues und vor allem Gemeinschafts-Denken. Ein hochinteressanter Versuch. Etwas das ausreichend Energie mitbrachte, dass ich meinen längst gefundenen "bring-deinen-Arsch-an-Wand" Standpunkt wieder in Zweifel zog.

    Ich kehre relativ guten Gewissens dahin zurück. Schade, aber sei es drum. Einen Verein oder "Club der toten Dichter" aufzumachen, halte ich für Firlefanz. Öffentlichkeit und Zensurfreiheit sind für mich die Kernpunkte. Ohne die interessiert es mich einfach nicht, sorry.

    @Suca: Dir muss ich das noch mitgeben: SL, ja das war hier mal die Grundlage, es war zentraler Dreh- und Angelpunkt. Aber ehrlich gesagt, für mich eher Mittel zum Zweck. Welches Thema kann soviel unterschiedliche Philosophien und Charaktere in einem Forum bündeln, wie SL? Deshalb.

    LG Sepp
     
  15. Shirley Iuga

    Shirley Iuga Forumsgott/göttin

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    Meine ganz persönliche Meinung zu dem Thema:

    Hier wird wie aus dem Nichts heraus - warum auch immer - aus einer Lappalie ein Riesendrama aufgebauscht und bis zum platzen aufgeplustert.

    Eigentlich gehts dabei im Kern immer nur um diese eine Regel, an der sich alles aufhängt:

    Keine öffentlichen Diskussionen über konkrete Modaktionen/Adminaktionen mehr im Forum.

    Diese Regel war die leider auch aus meiner Sicht absolut notwendige Reaktion auf die Art und Weise wie "die User" auf mehrere öffentliches Diskussionsangebote bzw. "laufengelassene Threads" reagiert haben: Mit heftigen Flames, persönlichen Angriffen und ab Seite 3 oder 4 in derartigen Threads dann mit wüstem Bashing, das mit einer sachlichen Diskussion nix mehr zu tun hatte, und das eher an "Kampf gegen die Forenleitung" bzw. an "Kampf gegen andere User" erinnert hat.

    Ich schreibe dabei bewusst "Die" User, weil es "den User" nicht gibt, der generell sowas macht. Und "Die User an sich" machen das erst recht nicht - es sind eigentlich immer nur einzelne Personen oder kleine Cliquen gewesen, die in dieser Weise wie bei einer Hexenjagd Stimmung gegen einzelne ander User und Mods bzw. Swapps gemacht haben, z.T. auch ingame und in anderen SL-Medien/SL-Foren. Das ging soweit, dass eine Diskussion auch in Threads, die damit überhaupt nix zu tun hatten, regelmäßig genau deswegen eskaliert ist und Poster ihre Threads haben schließen lassen.

    Aber da ein Forenbetreiber erstens nicht wirklich auf Dauer zusehen kann/sollte, wie sein Forum auf diese Weise kaputt gemacht wird und da zweitens alle User gleich behandelt werden sollten und keine "individuellen Diskussionsverbote" verhängt werden sollten, da hat das Slinfo-Team in einer langen internen Diskussion beschlossen eben diese Regeländerung einzuführen:

    Keine öffentlichen Diskussionen mehr über Modmaßnahmen mehr, keine öffentliche Verwarnungen/Bans/etc. mehr, aber die Möglichkeit über ein Ticketsystem konkrete Verstöße gegen die AGB bzw. die Community Regeln und die Konsequenzen daraus mit dem SL-Info-Team diskutieren zu können.

    Es ist ja nicht so, dass eine öffentliche Diskussion konkreter Kritik an konkreten Maßnahmen nicht erlaubt war - sie ist nur bis auf weiteres nicht mehr erlaubt.

    Und wenn nun mehrere tausend angemeldete und ein paar hundert aktive User vorerst mal mit dem Ende des "Projekt: grundlegend demokratische Community" leben müssen, dann können die sich bei den paar Usern bedanken, die demokratische Community-Strukturen und demokratische Prozesse der Entscheidungsfindung mit persönlichen Angriffen, mehr oder weniger organisierter Stimmungsmache und verbalem Bürgerkrieg verwechselt haben.
    Da hat sich eine insgesamt leider eine ziemlich heftige diesbezügliche Eigendynamik entwickelt.

    Was dann, nach Einführung der oben erwähnten Regel und nach einem ziemlich direkten und auch harten Durchgreifen bei Verstößen, zu einem Bruch in dieser negativen Dynamik und eben auch zu den resultierenden Konsequenzen geführt hat.

    Und die Stimmungsmache über z.B. verteilte Chatlogs und über direkte öffentliche persönliche Angriffe und bewusste/absichtliche Regelübertretungen haben dann letztendlich direkt mit zu besagten Kündigungen und Bans geführt. Da kann man sicher hinterfragen, ob die Konsequenz des SL-Info-Teams in diese Härte notwendig war, aber man kann mindestens genauso hinterfragen, welchen Sinn diese Stimmungsmache hatte, die da abgelaufen ist. Und ob die wirklcih nur die Reaktion auf die Einführung dieser Regel war.

    Da wurde jedenfalls mit anderen Worten ein Punkt erreicht, an dem mit dieser einen Regel - mit der ich nebenbei auch nicht wirklich glücklich bin, auch wenn ich sie eben momentan als unbedingt notwendig erachte - vom SLinfo-Team die Notbremse gezogen werden musste, um nicht mit Vollgas gegen eine Wand zu fahren. Und diejenigen, die trotzdem (z.T. bewusst) weiter Gas gegeben haben, die sind dann in die Mauer reingekracht in irgendeiner Form.

    Ich denke nicht, dass das so in der Heftigkeit von irgendeiner Seite geplant war, und ich kann ganz klar sagen (und damit verrate ich hoffentlich nicht zu viele Interna ;-) ), dass es bei den Mods keine "schwarze Liste" gibt mit Usern, die zu beseitigen sind, genauso wie ich davon ausgehe dass es - auch wenn das nach außen hin anders aussehen kann - eben keine gezielt organisierte Stimmungsmache als Racheakt für einen Ban oder sowas ist, die da grad in einer kleinen Clique am laufen ist.

    Vielmehr denk ich, dass diese Eskalation und dieser Bruch, der nun auch durchs Forum ging, ein ganz natürlicher Prozess ist, und auch wenn nun leider einige z.T. sehr aktive User nicht mehr da sind - man sollte nicht vergessen, dass hier auch nachts um 2 noch um die 100 User mitlesen und dass auch zu dieser Nachtzeit noch um die 30 aktive User hier sind. Und dass es letztendlich über 500 aktive User sind, die SLinfo sind, und nicht nur die Handvoll, die am lautesten schreit. Und von denen nun einige nicht mehr da sind.

    Das Ganze Dings mit der Eskalation ist allerdings ein Prozess, den ich so aus mehreren anderen wachsenden Communities kenne, bei denen ich auch organisiert war/bin, und die eben den Anspruch hatten/haben basisdemokratisch und so hierarchielos als Möglich organisiert zu sein. Und da lief es im Prinzip ähnlich ab.
    Da haben sich die Diskussionen dann auch irgendwann nur noch um "Zensur durch die Orgas" "Möchtegernfürsten" oder "Du machst doch Orga nur, weil du Titelgeil bist" gedreht.

    Aber über das konkrete Thema hat keiner mehr sachlich diskutiert.

    Und genau das ist mir auf SLinfo aufgefallen:
    Da werden Notecards rumgereicht als "Beweis" und um Stimmung zu machen und letztlich Druck auszuüben. Da wird sofort Partei für eine Seite ergriffen und in dem Zusammenhang werden Regeln bewusst ignoriert. Mods und Admins wird nahegelegt im Forum gefälligst die Klappe zu halten und die User das selbst regeln zu lassen.

    Aber Nachgefragt, was da eigentlich los war, das haben grade mal 2 Leute.
    2 von über 20 Leuten, die sich da in dieser Diksussion beteiligt haben, und die öfffentliche Diskussion als Ganzes (auch z.B. ingame) dreht sich zur Zeit fast nur noch auf einer persönlichen Ebene im Kreis.


    So, und nachdem ich nun ziemlich lange geschrieben und editiert und wieder geändert und umformuliert habe ist der Abend auch rum. Obwohl icheigentlich was anderes vorhatte. Es war mir aber wichtig das alles mal zu sagen, aber ich sitz ungern jeden Abend mehrere Stunden da und mach mir über das alles einen Kopf. Ich bin in SL um Spass zu haben und das kommt durch die Modtätigkeit sowieso ein bisschen zu kurz.
    Und da seh ich es nicht wirklich ein, dass das wegen einer aufgeplusterten höchstdramatischen Diskussion/Eskalation um eigenlich *Nichts* noch länger ganz wegfällt.

    Ich diskutier gern weiter, wenn das irgendwie konstruktiv möglich ist und vor allem wenn das auch ein bisschen Zielorientiert ist, aber dieses pillepalle-Drama auf einer ziemlich persönlichen Schiene muss ich mir nicht wirklich länger antun.

    Ein bisschen gesunder Menschenverstand vor dem posten oder agieren walten lassen und einfach mal persönliche Kleinkriege und Streitereien vergessen...aber das ist wohl schon zu viel verlangt für manch einen.

    LG
    Shirley

    @Judith:
    Bei Beleidigungen hab ich z.B. im Rahmen einer Warnung/Verwarnung mittlerweile mehrfach klar gesagt: Wenn ich eine Rückmeldung des Beleidigten krieg, dass er sich nicht beleidigt fühlt, dann hab ich überhaupt kein Problem damit, die Verwarnung wieder zurückzunehmen und das ganze zu vergessen. Das kommt nur wohl sogut wie nie vor, dass sich da jemand meldet, der beleidigt wurde...ob derjenige nicht will oder ob derjenige dann nicht mal drum gebeten wurde, das weiß ich allerdings nicht...
     
  16. Es wurde viel zu viel Zeit seitens der Forumsleitung damit verschwendet, sich zu rechtfertigen.

    Ein Forum ist keine Demokratie und wird es auch nie sein, so einfach ist das.
    Der oder die Besitzerin eines Forums trägt die gesammte Verantwortung, und das dabei Regeln her müssen, versteht sich.
    Ich weiss, nichts neues, habe ich schon mal geschrieben...dennoch habe ich das Gefühl, dass es hier einige gibt, die glauben sie können das Forum indirekt mit steuern oder administrieren.
    Die teilweisen absurden Belehrungen einiger hier an Swapps haben mich wirklich staunen lassen, noch mehr aber das Swapps auch noch darauf eingegangen ist!

    Ich betrachte dieses Forum hier als das weitaus interessantere, da das andere sehr versachlossen wirkt. Liegt einfach daran, dass der Kern dort aus einer alteingesessenen Clique besteht. Das ist in keinster Weise negativ zu betrachten. Ich will damit lediglich den Unterschied in den Stilen der beiden großen Foren hervorheben und auch klar meine persönliche Favourisierung für dieses Forum ausdrücken.

    Fehler machen wir alle, ob nun in der Rolle der User, der MODS und ADS, spielt keine Rolle. Was aber eine Rolle spielt, dass es Swapps ganz alleine obliegt zu bestimmen, wie mit bestimmten Dingen hier verfahren wird und das von Anfang an dieses nicht diskutabel war und ist.
    Diesbezüglich muss sich auch das Forenteam an die eigenen Nasen fassen, da es suggerierte, hier gäbe es was zu diskutieren.

    Ich habe hier selbst meine nicht so ruhigen Tage erlebt. Ich empfand dabei im Übrigen das Verhalten der MODS sehr liberal, bis auf einige ellenlange pseudopädagogischen Ausführungen, die am Ende mehr als Rechtfertigung aussahen.

    Was mich persönliich aber am meisten nervte, war die subtile Hetze einiger, welche hier ganz klar lanziert wurde. Das daraufhin diese unsägliche giftige Stimmung entstand, war in meinen Augen auch von den "Hetzern" gewollt.
    Und gerade in dieser giftigen Stimmung hat sich dann eine der großen Stärken dieses Forums bewährt. User die selbst Ruhe rein brachten und den Siedepunkt wieder deutlich nachunten führten.
    Genau das macht dieses Forum so angenehm. Es ist authentisch, offen, aber halt keine Demokratie! Kein einziges Forum im WWW ist heutzutage demokratisch!

    Sogesehen gibt es hier eine sehr gute Community und gerade jetzt bewährt sie, bzw. entwickelt sich.
     
  17. Das Argument, dass es ja nur einige seien unter denen dann alle durch Verschärfung der Regeln leiden müssen, erinnert mich ein bisschen an Schäubles und Zensursulas Attacken auf unsere Grundrechte.

    Ist es nicht gerade die Stärke einer Gemeinschaft, solche Problemfälle aushalten und mittragen zu können? Ein Beispiel: "Er-dessen-Name-nicht-genannt-werden-darf" (auch wenn Danziel es gemacht hat :grin:) hat viele Threads eröffnet. Wie viele meinen eben zu viele. Aber einer seiner Threads war der Religionsthread. Und noch nie in keinem Forum habe ich einen Thread gesehen, der tiefschürfender, abgeklärter, ruhiger und toleranter war als dieser! Gerade bei diesem Thema ging es sehr friedlich ohne Beleidigungen ab, auf x-zig Seiten! Ein Thread, der von einem "Bösewicht" erstellt wurde und in meinen Augen einer der besten aller Zeiten wurde, der dieses Forum damals sehr bereichert hat.

    Worauf will ich hinaus? Es gibt nicht nur schwarz und weiß, sondern alle Grautöne dazwischen.

    Das ursprüngliche Problem wird aber meines Erachtens hier brav ausgeklammert. Nämlich die Frage: Wie verhindern wir, dass sich User ungerechtfertigt von Mod-Maßnahmen angegriffen fühlen. Sei es aus Dummheit, sei es aus Trotz, sei es weil sie auf Krawall gebürstet sind oder einfach nur, weil die Kommunikation zwischen den Beiden nicht klappt.

    Wäre es denn wirklich so verkehrt, im Ticketsystem die Möglichkeit von Mediatoren zuzulassen? Wäre es denn schlimm, wenn User Hilfe suchen würden bei Anderen, die dafür bekannt sind, dass sie abgeklärter und neutraler an Dinge herangehen können und geeignet sind, Irritationen abzubauen? Natürlich wird das nicht immer gelingen, dass habe auch ich schon mit "meinen" Schlunzen feststellen müssen.. Ich bin ja nicht blöd. Aber eine Chance sehe ich hier schon.

    Themenwechsel:
    Und die Möglichkeit, zum Beispiel verstärkt wieder inhaltlich zu arbeiten ist nett, aber wer soll das denn amchen? Als Beispiel: Ich habe für das Schlunzen-HQ inworld eine Tafel machen wollen, die die Tage bis Beethovens Geburtstag runterzählt. Ich habe natürlich keine komplette Lösung verlangt, aber als gelernter Cobol-Programmierer Hilfe bei der Umsetzung erbeten. Den PAP schmier ich in 2 Minuten hin. Bis auf eine Reaktion (sinngemäß: Hab gerade keine Zeit. (an dieser Stelle einmal danke dafür, dass eine Reaktion kam)) war die Reaktion Null, nada, nix, niente, rien.
    Natürlich können erfahrene Scripter nicht auf alle Anforderungen oder Bitten anspringen und Lösungen komplett frei Haus liefern. Aber gar keine Antwort? Gibt es wirklich niemanden, der eine kleine Datumsrechnung als Scriptbaustein irgendwo rumliegen hat, die andere weiterverwenden könnten?
    Wenn hier verstärkt die Zukunft des Forums liegen soll, dann muss sich hier aber einiges ändern.

    BTT
    Ich habe auch das neue Forum durch konstruktive Kritik begleitet, weil ich dem Forum an sich helfen wollte, besser zu werden.
    Aber ich werde nie ein Berufsjubler werden, der nur positive Kritik äußert, aber nie die negativen Seiten anspricht.
    Aber genau da liegt inzwischen eine echte Angst. Eine Angst, die auch von den Mods und Admin bisher ein bisschen zu wenig ernst genommen wird.
    Nämlich die Angst, mal einen Schritt zu weit zu gehen und prompt in die Mahnfalle zu geraten. Die Angst, das keiner weiß wo die Grenze wirklich in jedem Einzelfall einer Kritik ist, wird dazu führen, dass nur noch Leute negative Kritik üben werden, die randalieren wollen und mit dem Forum eh abgeschlossen haben. Aber die, die weiter verbessern wollen und sich weiter einsetzen wollen, werden ausgebremst und still, weil sie sich nicht dem "feindlichen Feuer" einer subjektiv überzogenen Maßnahme aussetzen wollen.
     
  18. Emo Biedermann

    Emo Biedermann Aktiver Nutzer

    Beiträge:
    314
    Zustimmungen:
    0
    Punkte für Erfolge:
    0
    Habe das hier gefunden:

    Konflikte und gewaltfreie Lösungsmöglichkeiten.

    Mein Vorschlag:
    Die Zeit tut ihr übriges und die Wunden vernarben.
    Ich habe mich bisher aus dieser Diskussion raus gehalten, weil ich das eigentliche Problem nicht so recht verstehen kann.
    A. Mir is langweilig
    Lösung: Ich such mir ne neue Beschäftigung

    B. Fühle mich ungerecht behaldelt
    Ich verlasse den Ort, komme evtl. nach einiger *ZEIT* wieder vorbei.
    Suche mir neue Interessengemeinschaften.
    Mach mal ne Pause um Abstand zu gewinnen.

    C. Ich suche mir ein für mich passendes Forum aus
    Ich halte mich an die normalen Regeln der Kommunikation
    Ich suche mir ein neues Forum
    Ich wähle gezielt, die für mich interessanten Themen aus und mache aktiv mit, oder ich lese und informiere mich.

    Diese Kreisdiskussionen nerven mich persönlich, deshalb halte ich mich dabei meistens zurück.

    So: ALLES WIRD GUT :)

    LG
    Emo
     
  19. administrator

    administrator Administrator (Lurch Swindlehurst) Mitarbeiter

    Beiträge:
    2.308
    Zustimmungen:
    223
    Punkte für Erfolge:
    69
    Danke Danziel ... dein Beitrag ist für mich besonders wertvoll, weil ich damals mit exakt den gleichen Vorstellungen in SLinfo eingestiegen bin.

    Ich fasse Deine Gedanken und Folgerungen mal so zusammen. Korrigiere mich bitte wenn das zu allgemein formuliert ist:

    "Diskussionen einfach mal laufen lassen ohne ständig einzugreifen! Das regelt sich fast immer von selbst".


    Ich habe bereits sehr oft und lange mit einen sehr guten Freund und Ex-Moderator darüber diskutiert und wir haben darüber immer für uns beide eine Selbstreflektion angeregt. Dieser Ex-Moderator war ein sehr guter und beliebter Moderator auf SLinfo, der sich sehr viel Mühe bei der Moderation gegeben hat. Er hat dabei immer den richtigen Ton getroffen und genau gewusst wann er öffentlich einen harten Ton anschlagen musste und wann PM-Wechsel die bessere Wahl waren. Er war in meinen Augen ein perfekter Moderator ... der Beste den wir je hier hatten ... aber das war auch nur durch übermäßige Onlinezeiten möglich. Was auch letztendlich der Grund war warum er sich zurückzog.

    Meine Erfahrungen der letzten Jahre zeigt: Die Gruppendynamik in Foren baut sich langsam auf. Je mehr die Freundes-Netzwerke zusammenwachsen und sich Gruppen bilden desto schneller entwickeln sich Interessen-Schwerpunkte. Diese wiederum ziehen mehr Mitglieder mit den gleichen Interessen an.

    Es entwickelt sich dann irgendwann ein deutlicher Trend in dem zum Beispiel!!!: Fotobearbeitung, Rollenspiel, oder Spass-Offtopic so stark überwiegt, dass sich die Diskussionen und Anforderungen nur noch an der "stärksten" Gruppe ausrichtet.

    Aber was wäre denn daran so falsch?
    Nun kann man ein Forum für Second Life nicht einfach mit einem Forum für "Rosenzüchter" vergleichen. In letzterem haben zumindest alle das gleiche Ziel und diskutieren nur über unterschiedliche Wege dieses zu erreichen. Dort würde jemand der schreibt "Alle Rosen stinken - Pflanzen sind doof!" kein Land mehr sehen und als Troll sofort gebannt werden.

    Hier auf SLinfo fehlt ein klares Ziel. Die virtuelle Welt kann für soviel unterschiedliche Möglichkeiten genutzt werden, dass es schwer wird dies in "Gut und Böse", "Richtig und Falsch" oder "Schwarz und Weiss" einzuteilen. Jede Sichtweise ist erlaubt und wir haben versucht dem zumindest mit einer geordneten Forenstruktur Rechnung zu tragen. Die Moderatoren richten sich an dieser Struktur auch aus, eben weil ansonsten keine Möglichkeit zur Beurteilung von Richtig/Falsch mehr möglich wäre.

    Viele Streitigkeiten würden erst gar nicht entstehen wenn die Mitglieder mit Ihren Themen in den passenden Unterforen und Threads "bleiben" würden. Natürlich regt sich der Nicht-Rollenspieler trotzdem im Gor-Forum über einen "Kindergarten" auf, weil er nie verstehen wird warum Rollenspieler sich so stark mit Ihrem Avatar identifizieren. Wieder andere belächeln die Offtopic-Spiele im SLinfo-Cafe und schreiben "Habt ihr sonst nichts zu tun?".

    Jede Gruppe hat aber ihre Daseinsberechtigung die in der Forenstruktur abgebildet ist und von den Moderatoren auch "geschützt" werden muss, damit der Einfluss einer stärkeren Gruppe keinen Einfluss auf die kleineren Gruppen nimmt und am Ende SLInfo nur noch ein "Rosenzüchter"-Forum geworden ist.

    Deshalb haben wir auch die Forenfilter eingeführt. So kann jeder selbst das ausblenden was er für uninteressant hält. Das setzt aber voraus, dass die Mitglieder das auch verstehen und verinnerlichen.

    Um bildlich zu sprechen: Wenn der Cowboy in den Saloon geht und beim Barkeeper laut ein Glas warme Milch bestellt, sollte er sich nicht wundern wenn man ihn schräg ansieht, auslacht, rauswirft oder gleich erschiesst *g*

    Ich hoffe ich konnte das so gut erklären, ansonsten sagt dieser Text bereits alles dazu:

    Anmerkungen zu den Verhaltensregeln

    Beachtet besonders die Absätze:

    • Warum sind Themen über virtuelle Welten so oft Ausgangspunkt für emotional geführte Diskussionen?
    • Eine Bunte Community erfordert Kompromisse!

    Zu deinem Beispiel "TV-Moderator":

    Ein TV-Moderator ist kein Foren-Moderator. Das lässt sich nicht vergleichen.

    Der TV-Moderator ist geschult, wird bezahlt und bereitet sich gründlich auf eine Diskussion vor. Er hat vielleicht 5 bis 10 Teilnehmer innerhalb einer kurzen Zeitphase zu moderieren.

    Der Foren-Moderator macht das ehrenamtlich, ist auf die kommende Diskussion nicht unvorbereitet und und hat mehr als 100 Teilnehmer zu moderieren. Erschwerend kommt hinzu, dass jede Reaktion auch viele Beiträge später nochmal aufgegriffen werden kann, die Teilnehmer unter einen anonymen Schutzmantel anders argumentieren und alle durcheinander reden. Man kann während der Diskussion schlecht "Stop" rufen ... während dem Verfassen eines "unangreifbaren und verständlichen" Moderatortextes läuft die heisse Diskussion im Thread einfach weiter. Man kann dann Threads eben nur noch schliessen was dann auch eventuell umgangen wird indem einfach neue Threads eröffnet werden. Da hilft dann nur noch die User zu sperren und man muss seine Mittel voll auszuschöpfen was dann natürlich erst Recht zu weiterem Zoff führt. Diese "Öffentlichkeit" muss auch nicht erst aufgezeichnet werden, sondern ist noch jahrelang im Internet nachlesbar. Weshalb man auch sehr gut aufpassen sollte was und wie man etwas formuliert um es nicht noch Jahre später ständig unter die Nase gerieben zu bekommen. Wobei sich das mit dem Fortschreiten von youtube für TV-Moderatoren inzwischen sicherlich auch geändert hat ;)

    Die Ergebnisse & Folgen von "Threads einfach laufen lassen" sind im Kritikforum ab Sommer 2007 sehr gut nachzulesen. Schau dir mal nur die geschlossenen Threads jeweils auf ihrer letzten Seite an und beantworte für Dich selbst die Frage ganz ehrlich, ob Du sie an der Stelle nicht auch geschlossen hättest.
     
  20. Tabea Dibou

    Tabea Dibou Superstar

    Beiträge:
    3.685
    Zustimmungen:
    1
    Punkte für Erfolge:
    38
    *reinhops*

    Ich freu mich über die sehr sachliche Entwicklung dieser Diskussion zwischen allen Arten von Forenmitgliedern. Es zeigt, was für gute Leute hier sind wie Jaqueline schon sagte. Die es sich unter allen Umständen zu halten lohnt!

    Aber wisst ihr, was ich als nächstes starte? Einen Thread: "Schreiben fürs Web". Was tut ihr einem armen arbeitenden Menschen mit diesen Riesentexten in der wohlverdienten Mittagspause (Danziel! Mittagspause!) nur an??? O.O ;-)

    *raushops*
     
Status des Themas:
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