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Laden- und Serviceschließungen wegen GDPR

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen zu SecondLife" wurde erstellt von Jenna Felton, 15. Mai 2018.

  1. Leonorah Beverly

    Leonorah Beverly Superstar

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    Das ist einfach unglaublich. Ich fass es nicht mehr.
     
  2. Fe McCarey

    Fe McCarey Superstar

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    Leo, unglaublich empfinde ich es eher das es für dich so unfassbar ist das die Ärzte da sensibel reagieren. das sollt eund muss !!! selbstverständlich sein. Und das nicht erst jetzt. Ehrlich, ein Arzt der mit meiner Krankheitsgeschichte hausieren geht ohne das ich dem zugestimmt habe, würde ich recht schnell den Rücken zukehren und auch über rechtliche Schritte nachdenken. Dinge wie Verfügung usw greifen auch erst dann wenn der Betroffene nicht ansprechbar ist, auch nichts neues sondern Standard. Den nur dafür sind solche Verfügungen da, nicht dafür das man vorher schon meint den Betroffenen wo entmündigen zu müssen. Also ja, bis zu dem zeitpunkt MUSS ein Arzt sich erst vergewissern das der betroffene damit einverstanden ist das andere, selbst nahe Angehörige, über seinen Gesundheits- oder Krankheitsstand Auskunft erhalten. Und wie gesagt, nichts neues, da ist eigentlich schon seit Ewigkeiten gesetzliche Grundlage. Wenn das viele bisher nicht so handhaben, verwun dert es nicht das eben so was gesetzlich schärfer beschnitten wird. Scheint ja so das es sonst nicht verstanden wird.

    Mein Mann lag vor einigen Jahren wochenlang im Koma, es war nicht klar ob er es überlebt. Wirkliche Auskunft habe ich erst bekommen nachdem das Fax an das Amtsgericht raus was damit ich als gesetzliche Betreuung eingesetzt wurde. Und auch dann war genau geregelt was ich durfte, was nicht. Auch jetzt darf ich bei Arztgesprächen nur dann anwesend sein wenn er sein OK gibt, und das obwohl ich die zuständige Pflegeperson bin und Ehefrau. Der Arzt fragt ihn kurz, er gibt das OK und das war es. Gibt mir auch ein Gefühl von Sicherheit zu wissen das nicht einfach jemand erscheinen kann und behauptet sie wäre Fr. McCarey und dann ausfürliche Auskunft bekommt.

    @all
    Davon ab betrifft die GDPR Firmen, nicht Privatleute. Und es gibt um die Verwertung !! digital gesammelter Daten. Auch da sollte es eine Selbstverständlichkeit sein das man sich erst das OK der Kunden holt das ihre Daten für so was genutzt wird. Es geht nicht darum das eine Arzthelferimn nicht mehr Patienten begrüssen darf, genauso wenig darum das der Friseur nicht mehr einen begrüssen darf oder Ihr nicht auf der Strasse Guten Tag Fr. Müller zur Nachbarin sagen dürft. Sondern es geht darum das Firmen nicht hingehen dürfen und dein Einkausfverhalten einfach mal so sammeln um dann zu sagen, alle Frauen über 45 mit blonden Haaren kaufen Shampoo der Marke xy. Oder in der Mustermann-Strasse wohnen besonders viele Single-Männer, also werben wir dort mal gezielt für Singlebörsen oder Kondome. Auch Namensschilder dürften absolut kein Problem sein, zumal die Namensschilder nicht digital verwertet werden. Und nur weil sie an evtl an einem Computer geschrieben wurden statt mit Hand und Stift, fallen sie kaum unter diese Gesetzesänderung.

    Wenn ich sehe wie hier einige einen Elefanten aus einer Mücke machen die eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte, verwundert es nicht warum einige lieber die Läden schließen InGame als die Gefahr in Kauf zu nehmen das man einen solchen Kunden erwischt. Bevor ich mich da rumärgere oder gar jemand meint jetzt einen verklagen zu müssen und man den Stress damit hat, schließe ich eher den Laden. ist einfach besser für den Blutdruck, selbst wenn man sicherlich vor Gericht gewinnen würde. Gefährlich dürfte es InGame nur für die Läden werden die meinen nur weil man mal irgendwann was bei denen gekauft zu haben, das man dann automatisch ungefragt dauernd Werbung zugeschicht bekommt. Den dort hat dann wirklich eine Verwertung digital gesammelter Daten stattgefunden.

    Ach ja, ich kenne einige Firmen im RL die nicht alles an Kundendaten sammeln um es dann digital zu verwerten. Wir stellen noch Gutscheine mit der Hand aus, Kundenkonten werden nur angelegt damit der Kunde damit zahlen kann - und dann passiert das eh mit dessen Zustimmung und gezielt Werbung verschicken wir grundsätzlich nicht. Und meine Friseurin kennt mich natürlich mit Namen, ohne das dieser irgendwann mal aufgenommen wurde in irgendeinem digitalen Medium. Die Ärmste verwendet doch glatt noch das gute alte Terminbuch aus Papier. Und da steht dann nur wann ich einen Termin habe und evtk noch was geplant ist. Nicht das ich verheiratet bin, wie viele Kinder ich habe oder wo ich arbeite. Und den Namen habe ich ihr selbst genannt bei der Terminbesprechung.
     
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  3. Yara Eilde

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    Also ich finde das immer noch unfassbar. Die engsten Angehörigen sollten Auskunft bekommen. Man stelle sich mal vor das jemand einen Unfall hat und in der Notaufnahme oder im OP ist und die Ärzte geben keine Auskunft.
    Müssen erst warten bis der Patient die Erlaubnis gibt. Ich mag mir das nicht vorstellen, wenn mein Sohn mal in die Situation kommen sollte und ich nichts erfahren würde. Ob ich das noch als sensible Reaktion der Ärzte bewerten würde?
    Sicher nicht!
     
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  4. Mania Littlething

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    Mal eine andere Sichtweise dazu:



    In Kurz: Seiner Meinung nach dient die DSGVO hauptsächlich dazu die großen Player wie FB und Google zu stärken und kleine Konkurrenten / kleine Firmen sowie Privatblogger aus den Rennen zu schmeissen.
     
  5. Yara Eilde

    Yara Eilde Superstar

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    Ist auch meine Vermutung. Die großen Globalplayer interessiert das nicht. Die können weiter machen. Und alle staatlichen Instanzen dürfen die Überwachung immer weiter ausbauen. Z. B. Gesichtserkennungsoftware im großen Maßstab, Mailüberwachung ......
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. Juni 2018
  6. aviva Sparta

    aviva Sparta Superstar

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    Hmm, ich bin gerade etwas nachdenklich.
    Ich frage mich, wurde das schon immer so gehandhabt in DE oder erst seit der Gesetzesänderung?

    Mein Vater kam letzten Herbst mit einer schlechten Diagnose in das Krankenhaus. Auch wenn er ansprechbar und bei Sinnen war, war ich immer die erste Ansprechperson, ohne irgendeiner Verfügung.
    Manchmal in seinem Beisein, aber auch ohne das er dabei war, wurde mir über seinen Zustand berichtet.
    Die Krankenschwester gab mir sogar eine Telefon # wo ich täglich anrufen konnte und mich erkundigen konnte nach seinem Zustand. Und mit Verlaub - da hätte wirklich jeder anrufen können.

    Klar wie es nun wäre, könnte ich nicht sagen.
     
  7. Yara Eilde

    Yara Eilde Superstar

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    So kenne ich das auch. Nur unverheiratete Paare hatten früher diesbezüglich Probleme.
     
  8. Leonorah Beverly

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    Siehst du, @Fe McCarey, auch ich war ein paar Jahre lang eine Pflegebeauftragte, und zwar die meines Vaters. Der war nach langwierigem Koma durchaus wieder auf geistiger Höhe und ansprechbar, allerdings körperlich nicht mehr in der Lage, sich irgendwohin zu bewegen. Meine Mutter ist im Verlauf dieser ganzen Geschichte allmählich dahingesiecht, sie hatte schon jahrelang Krebs - war allerdings nie offizieller Pflegefall.
    Da stand ich nun als "Einzelkind", ganztags berufstätig mit zusätzlichen 2 Stunden Fahrzeit ins Büro. Neben meiner Wohnung hatte ich noch die Eltern sowie deren Geschäfte, deren Haus und Garten zu "betreuen".
    Wenn nicht jedermann - absolut jedermann - mir auf mein Wort hin geglaubt hätte, sondern jedesmal das Einverständnis meines Vaters oder meiner Mutter bei irgendwelchen Auskünften oder Geschäften verlangt hätte, hätte ich den ganzen Laden hinwerfen können. Haus verkaufen, Eltern ins Heim, ich selber ins Irrenhaus. (Das mit dem Hausverkauf hätte ich gekonnt, weil das Haus nämlich schon eine Weile auf mich überschrieben war.)
    Und wenn ich mich als Tochter nach dem Gesundheitszustand meiner Mutter erkundige oder auch nur wissen will, wo denn ihre Handtücher hingekommen sind, die ich ihr vor 2 Wochen mit ins Krankenhaus gegeben habe, dann möchte ich *verdammt nochmal* sofortige Auskunft haben.
    Das hat aber schon gar nichts mit Datenschutz zu tun oder damit, dass irgendjemand gegängelt werden soll. Das hat mit Fürsorge und Pflichtbewusstsein zu tun.

    Was meine Friseurin anbelangt: sie führt ebenfalls das handgeschriebene Terminbüchlein. Inwieweit die Mitarbeiterschaft über sämtlichen Unsinn informiert wurde, ist mir nicht bekannt (und letztlich auch egal, wenn ich ehrlich bin).
    Sie kennt nur meinen Nachnamen, ich kenne nur ihren Vornamen und ihre geschäftliche Telefonnummer. Und sollte sie jemals auf die Idee kommen, mich eine Datenschutzinformation unterschreiben zu lassen, schneide ich mir zukünftig meine Haare selber.

    Nur als Anmerkung: ich bin aus beruflichen Gründen stark mit DSGVO befasst und muss ca. 30 EDV- und sonstige Komponenten irgendwie schriftlich meiner Kundschaft und natürlich meinen Mitarbeitern vermitteln. Es ist also keineswegs so, dass ich völlig unbedarft wäre.
     
  9. Lucky Bekkers

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    Gegen die deutschen Abmahnnwälte bzw. deren GEschäftsgebaren sollen ja Maßnahmen getroffen werden.
    Warum erst jetzt? Frag unsere Regierung.

    Und was die Friseurgeschichte angeht:
    Mein Friseursalon hat meine Daten für meine Strähnen etc. digital gespeichert und das natürlich unter meinen Namen. Ich denke nicht das das anders werden wird.
    Ich werde demnächst eine Einwilligungserklärung unterschreiben müssen. Fertig.

    Aber sie haben z.B. auch zwecks Geburtstagskarten versenden mein Geburtsdatum gespeichert.
    Dies ist aber nicht nötig und daran sieht man, dass tatsächlich viel abgefragt wird, was
    eigentlich nicht nötig ist.
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. Juni 2018
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    Hat der Arzt sich auf das neue Gesetz berufen?
    Ansonsten ist es aber total normal, dass der Patient - erst recht wenn er "voll beisammen" ist, sein Einverständnis geben muss.
    Deine Mutter könnte es ja nicht wollen das du mit dem Arzt über sie sprichst.
     
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  11. Lucky Bekkers

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    Meine Güte....ganz großes Kino und ganz viel Mimimi von den normalen Leuten kann man lesen.

    Aber sich auf der anderen Seite damit brüsten was man für Ad Blocker benutzt und
    wieviel gefakte Profile man hat, um ja nicht im Internet "erkannt" zu werden, oder
    um überhaupt wenig preiszu geben.

    Jetzt gibt es ein Gesetz was Verbraucherfreundlich ist und das Geheule ist groß, weil man sich
    mal ein paar Gedanken machen muss.
     
  12. Leonorah Beverly

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    Na, das Geburtsdatum werden sie sich ja wohl nicht aus den Fingern gesaugt oder sich auf illegalem Weg über Dritte besorgt haben.
    Wenn man freiwillig seine Daten weitergibt, muss man sich im Klaren sein, dass diese auch verwendet werden.
    Wobei es garantiert üblere Zwecke gibt als das Versenden von Geburtstagskarten.
     
  13. Lucky Bekkers

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    Ja natürlich war das freiwillig und wer gibt nicht automatisch bei ganz vielen Sachen sein Geburtsdatum an?
    Ich denke da nur an die vielen Gewinnspiele. Da würde es kpl. reichen wenn man zur Auswahl hätte: Über 18 Jahre ja oder nein.

    Bisher hat man sich darum eigentlich zuwenig Gedanken gemacht. Das ist jetzt anders.

    Und wenn mein Friseur jetzt weiterhin mir Geburtstagskarten senden möchte und ich meine Daten freiwillig hergebe
    (deswegen ja jetzt die neue Einwillungserklärung) dann ist doch alles in Butter. Wenn ich es nicht mehr möchte
    dann verlange ich die Löschung und vorher gibts keine Einwillungserklärung.

    PS:
    Da die Besitzerin des Ladens eine gute Freundin von mir ist, weiß sie aber eh mein Geburtstagsdatum :)
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. Juni 2018
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  14. Fe McCarey

    Fe McCarey Superstar

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    Eben genau Lucky. es ist normal. Die Mutter war ansprechbar, der Unfall scheinbar nicht so schwer das sie noch wo im OP lag, also warum sollte der Arzt sich nicht erst ihr OK holen. In einem solchen Fall soll und wie gesagt muss es sogar so sein. Anders wenn da wer schwer verunglückt, im OP liegt oder bewusstlos ist und dann die Angehörigen voller Angst und Ungewissheit fragen was los ist, Klar gibt dann wohl jeder Arzt, jede Schwester in bestimmten Umfang eine Auskunft. Da kommen dann bestimmt aber nicht so Fragen wie, welche Therapien gerade laufen, hat meine Mutter heute schon Stuhlgang gehabt oder wie waren die Blutwerte? Sondern eher so was wie schwer ist es, überlebt derjenige, was wird gerade gemacht. Das ist aber nichts neues, nennt sich ärztliche Schweigepflicht. Wäre mir echt neu das die jetzt erst im Mai in Kraft getreten ist. Selbst vor Gericht dürfen Ärzte nur aussagen wenn die Patienten ihr OK geben. Und ich kenne Krebspatienten die nicht wollten das ihre nahen Angehörigen wirklich wissen wie schlecht es um sie steht. Wenigstens nicht alle Angehörige, in einem Fall durfte der Mann es wissen, die Kinder nicht. Die wenige Tage die der Frau noch zur Verfügung stand wollte sie lieber genießen statt schon die Trauer der Kinder mit zu erleben. Blöde wenn da der Arzt alles ausgeplaudert hätte. Auch die Kinder waren irgendwann dankbar für diese Tage. Auch wenn es gedauert hat bis sie verstanden haben. Fragen wegen Handtücher wären eh außen vor, weil kein medizinischer Bezug *Klugscheißmodusan*. Würde mir da eine Schwester keien Auskunft geben, würde ich ihr auch einen Vogel zeigen.

    Meine Erfahrung ist die, hat man einmal das OK gegeben, muss man es nicht dauernd wiederholen. Oder wenn die Betroffenen bei irgendeiner Visite zu den Ärzten und Schwestern den Satz fallen lassen, meine Angehörigen dürfen alles wissen. Da langt es wenn man mal nicht aus dem Zimmer gehen muss weil Visite ist, außer da ist auch noch ein Zimmernachbar. Also Leo, wenn da bei den Ärzten bekannt war, du bist Pflegeperson, dann ist es klar das die da nicht jeden Monat wieder um Erlaubnis fragen. Muss ich auch immer nur einmal, dann läuft das. Egal ob Arzt, Versicherung, Rententräger, Krankenkasse usw.

    Ich konnte meinen Mann nicht mal ummelden. Wir steckten im Umzug wie er ins Koma kam, wenige Tage vorher war das neue Meldegesetz in Kraft getreten. Obwohl es sein Haus war, ging es nicht. Nicht mal mich und unser Kind konnte ich anmelden, weil dafür das OK des Hauseigentümers von nöten war. Wir haben es dann über Umwege hingebogen weil das Amtsgericht zu lange brauchte für diese Teilerlaubnis. Seitdem hat hier jeder von uns eine Vollmacht. Und volle Kontoverfügung über das jeweils andere Konto für den Fall x. Das kann ich jedem echt nur empfehlen.
     
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  15. Lucky Bekkers

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    Ich habe z.B. seit zig Jahren null Kontakt zu meinen Vater und ich würde ganz sicher nicht wollen, dass er über meinen Gesundheitszustand Auskunft erhielte.
    Ich gehe davon aus, dass es umgekehrt genauso ist.
     
  16. Sixx McMahon

    Sixx McMahon Superstar

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    Mein Vater wurde Anfang des Jahres am Gehirn operiert und ist fast gestorben. Nach
    drei Wochen war im Grunde alles wieder halbwegs in Ordnung und dann ging der
    ganze Mist los, Blutgerinsel im Gehirn.. Not-OP.. seit dem ist nichts mehr wie vorher
    und meine Vater kann nichts mehr entscheiden. Zum Glück haben sich meine Eltern
    vor zwei Jahren gegeneitig diverse Vollmachten ausgestellt, sonst sähes jetzt ganz
    düster aus - wobei es sieht ganz düster aus.
    Meine Mutter wurde schon recht für nach den Vollmachten gefragt. Aber es hat nie
    Probleme bei Nachfragen, Anrufen etc gegeben selbst vorher nicht.

    Nun muss er Ende des Monats aus dem KH, ist ein Pfelgefall und muss ins Heim..
    Bei dem Verlauf werd ich das böse Gefühl nicht los, das im KH irgendwo was nicht
    richtig gelaufen ist.. naja... die Kacke dampft jetzt.. ich könnte es nicht gebrauchen
    wenn jetzt jemand auf Nachfrage zu Auskünften mit Datenschutz kommt..
     
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  17. Leonorah Beverly

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    Ich gebe dir teilweise recht, @Fe McCarey und auch dir, @Lucky Bekkers.
    Wenn ich selber krank wäre und niemand soll von meinem Zustand erfahren, dann äußere ich mich dahingehend den Ärzten und Schwestern gegenüber. Und dann wünsche ich selbstverständlich, dass mein Wunsch Beachtung findet.

    Es waren aber nicht die Ärzte, denen ich dankbar bin, denn mein Vater war ja mittlerweile als Pflegefall in sein Heim zurückgekehrt. Es waren die Ämter, die Banken, die Versicherungen, die Handwerker - also all diejenigen, die einem das Leben richtig schwer machen können, die mir aufs Wort glaubten. Ich musste nirgends meine Beglaubigung als Pflegebeauftragte vorzeigen.
    Heute (mit Datum heute) wäre das wohl nicht mehr möglich, aber ich für meine Person wäre damals an dieser heutigen verqueren Art von "Datenschutz" kaputtgegangen.
    Meiner Mutter musste ich nur eine einzige Unterschrift abquälen, und das war diejenige fürs Online-Banking. Damit war zumindest das Bezahlen aller Rechnungen möglich.
    Buchstäblich das erste, was mein Lebensgefährte und ich nach dem Zusammenziehen taten, war: gegenseitige unbegrenzte Vollmachten ausstellen und Testamente schreiben.

    Was nun die Angabe von Geburtsdatum und sonstigen Daten wie z.B. Telefonnummern bei irgendwelchen Gewinnspielen oder Online-Versandhäusern etc. anbelangt: ich habe noch nie meine korrekten Daten genannt, weil das keinen was angeht. Ich war da schon immer recht störrisch, wenn auch nur aus Prinzip. Wenn die Installation einer App auf meinem Handy verlangt wird, bin ich schon weg. Brauch ich nicht.
    Wenn mich jemand zu unnötigen Angaben zwingen wollte, habe ich noch immer gelogen. So what?

    Im übrigen:
    DSGVO gilt für jeden - Firmen, Behörden und ja: auch für jeden Privatmann
    DSGVO gilt nicht nur für die Verwertung von Daten, sondern für die Erhebung, die Speicherung, die Änderung/Löschung
    DSGVO gilt nicht nur für digitale, sondern für JEDE Art von Daten. Wenn ich deinen Namen und deine Telefonnummer auf einen Zettel schreibe, erfasse ich deine Daten und brauche deine Zustimmung dazu. Wenn ich nun gar diesen Zettel ohne deine Zustimmung an einen Dritten weitergebe, verstoße ich gegen das Gesetz. Wenn dieser Dritte dich nun telefonisch belästigt und du erfährst, woher er deine Telefonnummer hat, kannst du mich verklagen. Wenn ich deine Telefonnummer auswendig gelernt habe, muss ich den Zettel vernichten, und zwar so, dass ihn niemand mehr lesen kann. (Schreddern? Verbrennen? Verschlucken?)
    So einfach ist es.
     
  18. Dain Shan

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    Sorry nochmal einschänkend gesagt. Nur der vollstädigkeit halber.
    Nicht JEDE art von Daten.
    Da fehlt das Wort Personenbezogen. Da ist im dem Kontext sehr wichtig.
     
  19. Leonorah Beverly

    Leonorah Beverly Superstar

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    Stimmt, war mir heute nacht noch eingefallen, dass ich das vergessen hatte.
    Schuhgröße, Religionszugehörigkeit, IP-Adresse, Hobbies, Staatsangehörigkeit, Telefonnummer, Geschlecht ...
     
  20. Lucky Bekkers

    Lucky Bekkers Forumsgott/göttin

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    Ok, da gibt es immer noch das allzeit bewährte "der Nächste bitte" :)

    Meine Tochter ist Zahnärztin in einer Uniklinik und sie berichtet mir heute, dass dort folgendes Problem aufgetaucht ist:

    Die Mund-Kiefer-und Gesichtschirurgie ist nicht im gleichen Gebäude wie die Abteilung für Zahnersatz, sondern die liegen
    in entgegengesetzten Richtungen ca. 10 Autominuten von einander entfernt.

    Röntgenbilder die bisher u.a. per Mail hin und her geschickt werden konnten dürfen im Moment nur per Fax versendet
    werden (man sieht natürlich nichts dann) oder halt als CD nur per Post, per Hauspost, per Kurier, oder über den Patienten
    selber.
    Aber das Problem ist aber auch ein großes Stück weit hausgemacht, und dafür kann der Gesetzgeber nichts.
    Das Ganze läuft nämlich irrsinnigerweise über zwei versch. Systeme denn es wird ja gespart, da man "bald" neu bauen
    will und alles räumlich zusammenlegen möchte. Nur das wird schon seit Jahren erzählt, passiert ist nichts.
     

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